„Jugendhilfe im Dialog“ – Podiumsdiskussion vom 26.02.2026

Teilnahme an „Jugendhilfe im Dialog“ – Auftaktveranstaltung zum 250‑jährigen Jubiläum der Ev. Jugendhilfe Iserlohn‑Hagen
26. Februar 2026, Pastorenweg 6

Die Evangelische Jugendhilfe Iserlohn‑Hagen begeht im Jahr 2026 ihr 250‑jähriges Bestehen – ein außergewöhnliches Jubiläum, das die lange Tradition der Kinder‑ und Jugendhilfe in unserer Region sichtbar macht. Als Vertreter der Stadtschulpflegschaft Iserlohn durfte ich an der Auftaktveranstaltung der dreiteiligen Reihe „Jugendhilfe im Dialog“ teilnehmen. Die Veranstaltung fand am 26. Februar am Pastorenweg 6 statt und bildete den ersten inhaltlichen Höhepunkt des Jubiläumsjahres.

Im Mittelpunkt stand die Leitfrage: „Was brauchen Kinder, Jugendliche und Familien in Iserlohn für ein gelingendes Aufwachsen?“ Diese Frage wurde in einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit Fachkräften aus der Kinder‑ und Jugendarbeit, Vertreterinnen der Stadt, der Kirche sowie weiteren Akteurinnen aus dem sozialen Bereich diskutiert. Die Evangelische Jugendhilfe betonte dabei, dass das Jubiläumsjahr bewusst genutzt wird, um den Dialog über aktuelle Herausforderungen und zukünftige Bedarfe zu stärken.

Die Diskussion zeigte deutlich, wie komplex die Anforderungen an ein gelingendes Aufwachsen in unserer Stadt geworden sind. Besonders hervorgehoben wurden:

  • Stärkung von Kindern und Jugendlichen im Alltag — von emotionaler Stabilität bis zu sicheren Räumen für Entwicklung.
  • Unterstützung von Familien, die zunehmend mit vielfältigen Belastungen konfrontiert sind.
  • Bedeutung verlässlicher Netzwerke zwischen Schulen, Jugendhilfe, Stadtverwaltung und zivilgesellschaftlichen Akteuren.
  • Notwendigkeit eines offenen Dialogs, um Herausforderungen wie soziale Ungleichheit, Migration, Digitalisierung oder psychische Belastungen gemeinsam anzugehen.

Die Evangelische Jugendhilfe machte deutlich, dass diese Reihe bewusst als Austauschformat angelegt ist: Zuhörende sollen ausdrücklich eingeladen sein, sich aktiv einzubringen. Missverständnisse über eine rein passive Rolle wurden im Vorfeld ausgeräumt – und die lebendige Beteiligung des Publikums bestätigte, wie wichtig dieser Ansatz ist.

Für die Stadtschulpflegschaft Iserlohn ist diese Veranstaltung von besonderer Bedeutung. Schulen sind zentrale Orte des Aufwachsens, und viele der diskutierten Themen berühren unmittelbar den schulischen Alltag:

  • Schulsozialarbeit als unverzichtbare Schnittstelle zwischen Bildung und Jugendhilfe.
  • Frühe Prävention, um Belastungen rechtzeitig zu erkennen und Unterstützung zu ermöglichen.
  • Partizipation von Kindern und Jugendlichen, die auch in Schulen weiter gestärkt werden muss.
  • Kooperation aller Beteiligten, um gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Die Veranstaltung hat gezeigt, dass die Herausforderungen nur gemeinsam bewältigt werden können – und dass Schulen, Elternvertretungen und Jugendhilfe dabei eng zusammenarbeiten müssen. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung war ein wertvoller Impuls für unsere Arbeit in der Stadtschulpflegschaft. Viele der angesprochenen Themen werden uns auch in den kommenden Monaten begleiten.